Der Wechsel der Ehrenwache des Krawatten-Regiments, einer Paradeeinheit nach dem Vorbild der kroatischen Soldaten aus dem 17. Jahrhundert; von diesen wurde die Mode übernommen, Krawatten zu tragen. In ihrem Paradezug im Zentrum von Zagreb erinnern sie die Passanten und Touristen daran, dass Kroatien die Heimat der Krawatte ist.

Gesellschaft und Lebensweise

Wussten Sie schon?

Die Krawatte, heutzutage ein unumgängliches Herren-, aber auch Damenaccessoire, wurde nach der Halsbinde der kroatischen Soldaten im Dreißigjährigen Krieg benannt. Als einen Teil ihrer Uniform trugen die Soldaten malerische Tücher um den Hals gebunden. Diesen kroatischen Brauch bemerkten die Pariser, die dieses Kleidungsstück als ihr eigenes Modezubehör übernahmen und „à la croate“ trugen. Aus diesem Ausdruck entwickelte sich dann das neue französische Wort „cravate“. In Kroatien legt man heute einen besonderen Wert auf dieses historische Detail. So wurde der 18. Oktober vom kroatischen Parlament zum Tag der Krawatte erklärt.

Der Dalmatiner (kroatisch Dalmatinac) ist die bekannteste autochthone kroatische Hunderasse. Benannt wurde sie nach der kroatischen historischen Region Dalmatien, in der diese Hunde in der Vergangenheit gezüchtet wurden.

Drei große Raubtiere sind in Kroatien streng geschützt: der Wolf, der Braunbär und der Luchs.

Der Grottenolm (Proteus anguinus) ist eine endemische Art des dinarischen Karstgebietes und das größte Raubtier unterirdischer Höhlen. Dabei kann er zehn Jahre ohne Nahrungsaufnahme überleben. Das etwa dreißig Zentimeter lange Tier verbringt sein ganzes Leben im Dunkeln, seine Augen sind unter der Körperhaut verborgen. Interessant ist, dass der Grottenolm sowohl äußere Kiemen als auch Lungen besitzt.

Die Kroatische Kuna (dt. Marder) ist die Nationalwährung Kroatiens. Im Mittelalter wurde der Marderpelz als Zahlungsmittel verwendet. Die ersten Abbildungen der Marderfigur auf den Münzen datieren aus dem 13. Jahrhundert. Heute ist die Kuna eine stabile, konvertible Währung (ISO-Code HRK).

Mit dreizehn Eintragungen in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNESCO ist Kroatien, zusammen mit Spanien, das Land mit der höchsten Anzahl von eingetragenen Kulturgütern in Europa.

Nahezu 10 Prozent des kroatischen Territoriums stehen unter Naturschutz – im Rahmen von 11 Naturparks, 8 Nationalparks und 2 streng geschützten Naturreservaten.

Der Wechsel der Ehrenwache des Krawatten-Regiments, einer Paradeeinheit, die nach dem Vorbild von kroatischen Soldaten aus dem 17. Jahrhundert gekleidet ist und dabei Krawatten trägt.
Der Dalmatiner, die bekannteste autochthone kroatische Hunderasse.
Der Grottenolm, endemische Art des dinarischen Karstgebietes.

Laut einiger Theorien ist der Name der Kroaten, Hrvati, iranischer (sarmatischer) Herkunft. Diese Theorie basiert auf der Etymologie des kroatischen Namens (Horoathos) sowie auf alten Inschriften. Die bekanntesten dieser Inschriften sind zwei an der Mündung von Don (Tanais) gefundene Steintafeln aus dem 2. Jahrhundert.

Laut einer Legende war Marin, ein Steinmetz von der Insel Rab, Anfang des 4. Jahrhunderts der Gründer von San Marino gewesen.

Marko Polo, venezianischer Forscher des Fernen Ostens aus dem 13. Jahrhundert, stammt,  nach einigen Behauptungen, von der Insel Korčula. Direkte Beweise für diese Annahme gibt es allerdings nicht. Doch einigen Untersuchungen zufolge stammt die venezianische Familie Polo aus Korčula.

Kroatien wurde zum ersten Mal am 7. Juni 879 anerkannt, als Papst Johannes VIII. den Fürsten Branimir als den kroatischen Alleinherrscher (dux Croatorum) anerkannte.

In den Vorschriften aus den Jahren 1413 und 1416 hatte die Republik Dubrovnik den Sklavenhandel verboten. Im Jahr 1466 wurde das Gesetz „gegen diejenigen, die Menschen verkaufen“ verabschiedet.

Die Republik Dubrovnik war politisch in zwei aristokratische Lager geteilt – die Sorbonezi (älterer Adel) und die Salamankezi  (jüngerer Adel). Obwohl sie auf berühmte Universitäten Salamanca und Sorbonne anspielen, verdanken diese Bezeichnungen ihren Namen nicht den Städten, in denen die Dubrovniker Patrizier studierten. Die Dubrovniker studierten nämlich hauptsächlich in Padua. Die oben erwähnten Bezeichnungen sind ein volkstümliches Wortspiel, bei dem die aus dem Italienischen abgeleiteten Begriffe verdreht und abwertend gebraucht wurden. So wären Salamankezi diejenigen, „die kein Salz im Kopf haben“ und Sorbonezi diejenigen, „die so trocken sind wie die Elsbeeren“.

Der Familienname Horvát oder Horváth bedeutet buchstäblich ‚der Kroate‘ und gehört zu den meistverbreiteten Familiennamen in Ungarn und bei der ungarischen Minderheit in der Slowakei. Selbstverständlich sind nicht alle Ungarn, die so heißen, direkter kroatischer Abstammung, aber die starke Ausbreitung dieses Familiennamens weist jedoch auf die jahrhundertelangen kroatisch-ungarischen Beziehungen hin sowie auf die Migrationen der Bevölkerung im Laufe der Geschichte.

Unter den angesehenen Menschen des Osmanischen Reiches gab es viele islamisierte Kroaten, die sogar am Hof des Sultans lebten. Den Beweis für ihre Herkunft liefert der Beiname Hrvat (türkisch: Hirvat) in ihren Namen, wie: Mahmut Pascha Hirvat, Pijali Pascha Hirvat oder Sijavus Pascha Hirvat. Der bekannteste unter ihnen war Rüstem Pascha Hirvat, Großwesir in der Herrschaftszeit von Süleyman dem Prächtigen, mit dessen Tochter er verheiratet war.  

Das älteste erhaltene Protokoll  einer Sabortagung  datiert aus dem Jahr 1273, obwohl gewisse Erscheinungsformen des Sabor schon viel früher erwähnt wurden. Somit zählt der Kroatische Sabor, neben dem isländischen Althing (930) und dem Sizilianischen Parlament (1130), zu den ältesten Parlamenten Europas. Bis zum 16. Jahrhundert hielten der Slawonische und der Kroatische Sabor ihre Sitzungen getrennt ab, aber nach 1681 tagten sie gemeinsam als Sabor der Königreiche Kroatien, Dalmatien und Slawonien. Bis 1847 war die Amtssprache Latein, seitdem ist es Kroatisch.

Zeitlich parallel zu den Anfängen der europäischen Buchdruckerkunst führten auch die Kroaten die glagolitische Typographie ein. Das geschah im 15. Jahrhundert, als fünf kroatische Inkunabeln in der glagolitischen Schrift gedruckt wurden. Das Missale nach dem Gesetz des Römischen Hofes (Misal po zakonu rimskog dvora) wurde am 22. Februar 1483 gedruckt, nur 28 Jahre nach der Gutenberg-Bibel. Es ist das erste liturgische Buch für die Messfeier nach dem Römischen Ritus, das nicht in lateinischer Sprache veröffentlicht wurde, und zugleich das erste nicht in lateinischer Schrift gedruckte Buch.

Das Evangeliar von Reims (1395) wurde größtenteils in eckiger Glagoliza verfasst; bekannt auch als Krönungstext, weil die französischen Könige ihren Krönungseid auf dieses Evangeliar ablegten.

Steintafeln aus dem 2. Jahrhundert mit kroatischem Namen, gefunden an der Mündung des Flusses Don.
Enzyklopädie (Encyclopaedia) von Skalić aus dem Jahr 1559
Die James Joyce Statue in Pula

Kroatischer Polyhistor und Humanist Pavao Skalić verwendete schon 1559 im Titel seines Werks das Wort Enzyklopädie in der Bedeutung, die der heutigen nahekommt.

Dem kroatischen Schriftsteller Marko Marulić wird die erste bekannte Anwendung des Wortes Psychologie zugeschrieben (im Titel des Werks Psichiologia de ratione animae humanae), im Sinne der Wissenschaft von der Seele.

Dante Alighieri erwähnt in der Göttlichen Komödie (Paradiso, Gesang XXXI) einen Kroaten. Der Kroate erscheint als ein innig gerührter Pilgrim, der den Abdruck des Antlitzes Christi im Schweißtuch der Veronika beobachtet. Man glaubt, dass Dante die Figur des Pilgrims nach seinem Freund, dem Bischof Anton Kažotić, gestaltete. Interessant ist außerdem, dass Dantes Urenkel, Nicolò, 1399 eine Apotheke in Zagreb leitete.

Das Porträt des kroatischen  Miniaturmalers Julije Klović aus dem Jahr 1570 ist das älteste erhaltene Porträt, das der große spanische Maler und Bildhauer griechischer Herkunft El Greco malte. Er schuf es als Dank für die Hilfe und Empfehlungen, die Klović ihm, dem damals noch jungen und unbekannten Maler, leistete.

Während er auf dem europäischen Kontinent Arbeit suchte, bekam der irische Schriftsteller James Joyce im Herbst 1904 einen Arbeitsplatz in Pula. Dorthin reiste er mit seiner künftigen Ehefrau Nora Barnacle. In Pula blieben sie vier Monate. Während dieser Zeit erteilte Joyce in der Berlitz-Sprachschule Englischunterricht für die österreichisch-ungarischen Offiziere.

Der französische Schriftsteller Jules Verne verlegte die Handlung seines 1885 veröffentlichten Romans Mathias Sandorf nach Istrien. Dazu bewog ihn die malerische Bergschlucht des Flusses Pazinčica, über der auf einem steilen Felsen das Kastell steht und die seit jeher die Phantasie der Menschen anregte. 

Im Wiener Naturwissenschaftlichen Museum wird der Meteorit aufbewahrt, der 1751 in die Nähe der Ortschaft Hraščine in Hrvatsko zagorje gefallen war. Vom Fall des Meteoriten legten viele Menschen ihr Zeugnis ab; über diesen Vorfall wurde sogar ein Sachbericht erstellt. Im Volksmund wird dieser Meteorit „das Zagreber Eisen“ genannt.

Der italienische Reiseschriftsteller Alberto Fortis präsentierte in seinem Werk Reise durch Dalmatien (1774) die kroatische Volksballade Asanaginica. Später wurde sie von Goethe übersetzt, von Johann Gottfried Herder in seine Sammlung Volkslieder aufgenommen und von Charles Nodier, Prosper Mérimée, Walter Scott, Niccolò Tommaseo, Aleksandr Sergejevič Puškin und anderen Literaten übersetzt. Die Ballade war auch Inspiration für andere Literaturwerke (z. B. für den Roman Corinne von Madame de Staël).

Pazin mit der Bergschlucht des Flusses Pazinčica, von der sich Jules Verne inspirieren ließ.
Julije Klović (1498-1578), Maler der Renaissance, wird auch „Michelangelo der Miniatur“ genannt.
Die Meeresorgel in Zadar, in der die Töne durch Meereswellen erzeugt werden.

Kroatischer Seefahrer Ivan Visin war der sechste Seefahrer nach Magellan, der die Welt umsegelte. Kapitän Visin lief im Jahr 1852 mit seinem Schiff Splendido von Antwerpen aus. Er segelte unter der Habsburger Flagge, mit neun Seeleuten. Im Jahr 1859 legte das Schiff in Triest an.

Zeugnis für die Erstklassigkeit zweier kroatischer Künstlerinnen legten die Autoren ab, deren Kunstwerke sie interpretierten. Der italienische Komponist Giacomo Puccini sagte einmal über die Opernsängerin Milka Trnina, dass „ keine einzige Tosca der Tosca Trninas gleichkommt“; der amerikanische Dramatiker Tennessee Williams hielt die Ballerina Mia Čorak-Slavenska für „die beste Blanche DuBois“ (Ballett „Endstation Sehnsucht“).

Das Gebirge Velebit wurde in das internationale Netzwerk der Biosphärenreservate  aufgenommen (wissenschaftliches UNESCO-Programm „Der Mensch und die Biosphäre“). Auf der internationalen Liste der wertvollen Sümpfe befinden sich fünf Gebiete, die vor allem als Lebensraum der Sumpfvögel gelten: Kopački rit, Lonjsko polje, Neretva-Delta, Crna Mlaka und Vransko jezero.

Unterstützt von der lokalen Bevölkerung wagten die Bergleute aus Labin in Istrien im Jahr 1921 einen Aufstand, übernahmen die Verwaltung des Bergwerks und gründeten die Republik von Labin. Zu diesem Aufstand war es vor allem wegen der schwierigen Lage und der Arbeitsbedingungen der Bergleute gekommen. Der direkte Anlass dazu war aber der gewaltsame Einzug italienischer Faschisten in die Arbeiterkammer in Triest. Obwohl die Faschisten in Italien erst im Jahr 1922 an die Macht kamen, gilt der Aufruhr der istrischen Bergleute als der erste antifaschistische Aufstand überhaupt.

Von insgesamt 1.052 freiwilligen Kämpfern aus dem damaligen Jugoslawien, die im Spanischen Bürgerkrieg auf der Seite der Internationalen Brigaden kämpften, waren 528 Kroaten.

Am 11. September 1943 gründeten die aus dem italienischen Konzentrationslager Kampor  überlebenden Gefangenen drei Partisanenbataillone. Eines dieser Partisanenbataillone, die auf der Insel Rab gegründet wurden, bestand aus jüdischen Kämpfern. Dies war die erste jüdische Einheit im besetzten Europa.

Mehr als hundert Kroaten erhielten die Auszeichnung Gerechter unter den Völkern. Diese Medaille wird vom Staat Israel für das Retten der Juden im Holocaust verliehen.

Nur elf Jahre nachdem sich die UN-Friedenstruppen aus dem Land zurückgezogen hatten, trat Kroatien im Jahr 2009 der NATO bei, dem größten Militärbündnis der Welt. Seit 1999 war Kroatien mit 6.000 Soldaten an etwa zwanzig UN-, NATO- oder EU-Friedensoperationen und -missionen weltweit beteiligt.

Hum in Istrien ist als die kleinste Stadt der Welt bekannt. Diese befestigte Siedlung, die teils mit Stadtmauern und teils mit aneinander anlehnenden Hausmauern umgeben ist, und die nur durch den Eingang am Stadttor betreten werden kann, hat laut Volkszählung aus dem Jahr 2011 insgesamt 30 Einwohner.

Die größte Trüffel der Welt wog 1,31 kg. Sie wurde 1999 in der Nähe des Dorfes Livada in Istrien gefunden. Im Jahr 2000 wurde sie in das Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen.

Nach der vorrätigen Wassermenge pro Einwohner ist Kroatien das drittreichste Land Europas, nach Island und Norwegen.

In Zadar befindet sich die von Meereswellen betriebene Orgel des Architekten Nikola Bašić. Sie wurde im Jahr 2005 konstruiert. An der Gestaltung der Orgel wirkten als Koautoren Ivica Stamać (Ton) und Vladimir Andročec (Hydraulik) mit, während das Orgelatelier Heferer die Lautbildung der Töne berechnete. In unmittelbarer Nähe der Meeresorgel befindet sich auch Bašićs Installation Pozdrav Suncu (Gruß an die Sonne).

Hum, die kleinste Stadt der Welt.
Dank seiner Entdeckung machte Andrija Mohorovičić die Ortung der Epizentren von Erdbeben möglich.
Ivan Vučetić war der Erste, der 1892 durch die Anwendung der Identifikationsmethode einen Kriminalfall anhand von Fingerabdrücken löste.

Neben seiner unberührten Natur ist der Nationalpark Brijuni auch ein historisch wichtiger Ort. Auf einer seiner Inseln wurde nämlich 1956 eine Deklaration unterzeichnet, die in der Zeit des Kalten Krieges die Fundamente für die Bewegung der Blockfreien Staaten legte.

Das Wasserkraftwerk Jaruga am Fluss Krka ist das erste Kraftwerk in Europa und das zweite in der Welt. Es ist dem Verdienst des weltberühmten Erfinders Nikola Tesla zuzuschreiben, dass das Kraftwerk am 28. August 1895 in Betrieb genommen wurde, nur drei Tage nachdem das erste, nach seinen Patenten konstruierte Wasserkraftwerk der Welt an den Niagarafällen errichtet worden war.

Andrija Mohorovičić (1857-1936) war Geophysiker. Im Jahr 1892 entdeckte er eine Grenzschicht in der Erdkruste (Mohorovičić-Diskontinuität oder Moho), in der die Laufgeschwindigkeit von Erdbebenwellen sprunghaft ansteigt. Seine Entdeckung ermöglichte die präzise Ortung der Epizentren von Erdbeben.

Kriminalist Ivan Vučetić (1858-1925), gebürtig aus Hvar, emigrierte 1884 nach Argentinien, wo er beim Zentralen Polizeiamt in La Plata arbeitete. Dort schaffte er 1891 die Grundlagen  der Daktyloskopie, indem er das Klassifikationssystem der Fingerabdrücke für Identifikationszwecke entworfen hatte. Er wurde der Erste, der dieses System bei der Aufklärung eines Kriminalfalles im Jahr 1892 erfolgreich zur Anwendung brachte.

Ivan Bjelovučić (1889-1949) war Luftfahrtpionier und zugleich der erste Pilot, der einen Flug auf dem südamerikanischen Kontinent ausführte (am 14. Januar 1911 in Lima). Er war zugleich der erste Pilot, dem es am 25. Januar 1913 gelang, die Alpen von der Schweiz nach Italien erfolgreich zu überfliegen.

Auf dem Mond befindet sich im Zentralteil seiner sichtbaren Seite der Boscovich Krater, benannt nach dem kroatischen Wissenschaftler Ruđer Bošković (1711-1787). In der Nähe dieses Mondkraters befinden sich sieben weitere Nebenkrater, die gleichfalls nach Bošković benannt wurden. Der erste Himmelskörper mit einem kroatischen Namen war der Asteroid Croatia. Der Asteroid wurde 1906 in der Landessternwarte Heidelberg entdeckt und bekam diesen Namen zu Ehren und anlässlich der Gründung der Sternwarte in Zagreb.

Das Funktionieren von MP3-Spielern, die das Leben vieler Menschen mit Musik schöner machen, basiert auf einer Erfindung des kroatischen Programmierers Tomislav Uzelac. 1997 entwickelte er AMP – eine Software zur Wiedergabe von Audiodateien, die später von den amerikanischen Studenten an Windows angepasst und in „WinAMP“ umbenannt wurde.

Laut Welttourismusorganisation nahm Kroatien im Jahr 2011 mit 9,9 Millionen ausländischen Gästen den sechsten Platz unter den am häufigsten besuchten touristischen Destinationen im Mittelmeerraum ein, nach Frankreich, Spanien, Italien, der Türkei und Griechenland.

Boscovich Krater auf dem Mond
Davor Šuker, bester Torschütze der Fußball-Weltmeisterschaft 1998
Die 1566 in Osijek errichtete Süleyman-Brücke wurde „das achte Weltwunder“ genannt

Das Spielfilmfestival, das jedes Jahr in der Arena von Pula stattfindet, wurde im Jahr 1954 ins Leben gerufen und ist eines der ältesten Filmfestivals der Welt.

Branko Lustig (1932), renommierter kroatischer Filmproduzent, ist seit Ende der 1980er Jahre in Hollywood tätig. Lustig war Koproduzent zweier Oscar-prämierter Filme (Schindler’s List und Gladiator).

Der Pianist Ivo Pogorelić erhielt 1988 von der UNESCO als erster Künstler den Titel ‚Botschafter des guten Willens‘.

Die kroatische Pop-Gruppe Riva aus Zadar gewann im Jahr 1989 den Eurovision Song Contest „Eurosong“ in Lausanne mit dem Song Rock me.

Der mehrstimmige Gesang der dalmatinischen Sängergruppen Klapa ist in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit eingetragen worden.

In ihrem berühmten Roman Der Mord im Orient-Express, dem Zug der von Paris nach Istanbul fuhr, platzierte Agatha Christie das mysteriöse Verbrechen auf den kroatischen Streckenteil zwischen Slavonski Brod und Vinkovci.

Mit vier gewonnenen Goldmedaillen und zwei Silbermedaillen bei den Olympischen Winterspielen 2002 und 2006 ist die kroatische Skifahrerin Janica Kostelić die beste Alpin-Skirennläuferin in der Geschichte der Olympischen Winterspiele.

Im Jahr 2005 wurde Kroatien die zwölfte Nation, die den Davis-Cup gewann. Kroatische Tennisspieler erzielten große Erfolge auch bei anderen Turnieren. So gewann Iva Majoli 1997 den Roland Garros, und im Jahr 2001 war Goran Ivanišević Wimbledonsieger.

Die Athletin Blanka Vlašić war 2007 und 2009 Weltmeisterin im Hochsprung. Im Jahr 2008 gewann sie bei den Olympischen Spielen die Silbermedaille und wurde zur Leichtathletin Europas für das Jahr 2010 gewählt.

Der Fußballspieler Davor Šuker war der beste Torschütze der Weltmeisterschaft 1998, wo er mit der kroatischen Nationalmannschaft den dritten Platz gewann. Seit 2007 befindet sich Kroatien auf der FIFA-Weltrangliste der 10 bestrangierten Fußballmannschaften der Welt. Im Juni 2013 war die kroatische Mannschaft die viertbeste Mannschaft weltweit, nach Spanien, Deutschland und Argentinien.   

Die neuesten archäologischen Funde, deren Alter auf etwa 6300 v. Ch. geschätzt wird,  zeigen, dass die Stadt Vinkovci (Slawonien) die älteste Stadt Europas ist, deren städtische Kontinuität sich über mehr als acht Jahrtausende erstreckt.

Das Amphitheater in Pula, die berühmte Arena, wurde im 1. Jahrhundert erbaut. Das sechstgrößte Amphitheater im ganzen Römischen Imperium konnte 25.000 Zuschauer aufnehmen. Heute finden dort spektakuläre Kultur- und Sportgroßveranstaltungen statt.

Das Heilige Kreuz in Nin (9 Jh.) gilt als die kleinste Kathedrale der Welt.

Das 1498 gegründete Arboretum Trsteno bei Dubrovnik ist das älteste Arboretum der Welt.

Im 15. Jahrhundert wurden die Mauern von Ston errichtet. Mit ihren 40 Türmen und 5 Bastionen sind sie, ihrer Länge nach, die zweitlängsten Verteidigungsmauern europaweit. Sie waren die zweite Verteidigungslinie der Republik Dubrovnik.  

Die Süleyman-Brücke in Osijek war das bekannteste osmanische Bauwerk auf  kroatischem Territorium. Die Brücke wurde 1566 nach dem Projekt des Baumeisters Koca Mimar Sinan errichtet und als „das achte Weltwunder“ bezeichnet. Während der Kämpfe mit den Osmanen ließ der kroatische Ban Nikola VII. Zrinski die Brücke abbrennen.

Anton Grassalkovich (1694-1771) war kroatischer Adeliger und Berater bei der Ungarischen Hofkammer. In Bratislava kaufte er das Gelände, auf dem er 1760 ein monumentales Rokoko-Gebäude bauen ließ, das Palais Grassalkovich. Heute ist dieser Palast die Residenz des slowakischen Präsidenten.